Die WERKSTATT FÜR TRANSFORMATIONEN wurde durch den BBK Bayern im Programm Verbindungslinien im Auftrag des Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Der Rückblick auf die Verbindungslinien 2024 enthält auch einen Bericht über unser Projekt:
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Im ehemaligen »Erika’s Café« am Ortseingang von Kochel am See wurde für den Zeitraum von April bis Oktober 2024 die WERKSTATT FÜR TRANSFORMATIONEN
eingerichtet.
Im Dialog mit Künstler:innen, Bevölkerung und kulturellen Akteur:innen entwickelten sich künstlerische Impulse, Prozesse und Interventionen rund um die Fragestellung, wie ein solcher Ort belebt werden kann. Die WERKSTATT FÜR TRANSFORMATIONEN war ein halböffentlicher Raum: Künstler:innen trafen sich hier zum konzentrierten Arbeiten, zu anderen Zeitpunkten war der Raum öffentlich zugänglich, wurde zum Ausstellungsraum und zeigte einen Zwischenstand, der am nächsten Tag schon wieder anders sein konnte.
Nach und nach freundeten sich die Besucher:innen mit dem wachsenden Kunst- & Ausstellungsprojekt an und waren selbst über die Möglichkeiten im ländlichen Raum erstaunt. Interner Höhepunkt war der KONGRESS DER TRANSFORMATIONEN, bei dem Kunst- & Kulturschaffende aus der Region für einen
ganzen Tag zum Erfahrungsaustausch zusammenkamen. Bei „Downtown Kochel feiert Erntedank“ wurde diese künstlerische „Ernte“ gebührend gefeiert. Ein wesentlicher Teil dabei war die Nachbarschaft, die sich über die letzten Jahre zu einem neuen Kulturzentrum „Downtown Kochel“ entwickelt hat.
TRANSFORMATIONEN ist die Bezeichnung für die künstlerische Forschungs- und Ausstellungspraxis von Anna Schölß und Johannes Hochholzer, bei der sie erkunden, wie sich Orte und die beteiligten Menschen innerlich und äußerlich verändern. Ihr Fokus liegt auf Nicht-Orten im ländlichen Raum, die von Leerstand, Nicht-Nutzung oder durch eine tiefgreifende Umnutzung geprägt sind. In der Arbeit mit den Akteur:innen, bestehend aus geladenen Künstler:innen, Dorfbewohner:innen und Interessierten, setzen sie das Kuratieren und die Beziehungsarbeit als künstlerische Praxis ein, um die Normen und Grenzen herkömmlicher Kunstproduktion zu hinterfragen.
TRANSFORMATIONEN hebt die Chance hervor, die sich in den Bruchstellen und Nicht-Orten verbirgt und zeigt mit künstlerischen Mitteln behutsam verschiedene Wege auf, um den verborgenen Wert dieser Orte und Themen neu zu entdecken.
Beteiligte Künstler:innen
Gabi Blum / Franziska Barišić / Lisa Busche / Christin Büttner / Ergül Cengiz / Rita de Muynck / Florian Haller / Alicia Henry / Johannes Hochholzer / Luisa Koch / Markus Kunas / Felix Lampadius / Georg Pollinger / Bernd Ritschel / Anna Schölß / Martin Schuster / Nicola von Thurn
Grafik: Stephan Holitschke, Büro für visuelle Identitäten